Micky – Teil 5

4.8
(4)

Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Vorwort

Ich habe diesmal auf das Vorwort verzichtet, denn eigentlich sollte das ja klar sein, dass man niemanden zu einem Spiel zwingen darf.

Sybille, der Babysitter

Nach einiger Zeit hielten wir an.

Den Geräuschen nach stand das Auto nun in einer großen Garage oder einer Halle. Zwei Autotüren wurden zugeschlagen, dann erst wurde die Schiebetür geöffnet.

Sehen konnte ich davon nichts, die Kapuze und die Sitze vor mir engten mein Blickfeld immer noch ein.

Mama Bärbel hatte ihren Gurt gelöst und sah nach mir. Dann zog sie die Kapuze wieder weit nach vorn und entfernte nun die Karabinerhaken an den Ärmeln. Anschließend öffnete sie die Gurte, sie nahm mich auf den Arm und wir verließen das Auto.

Die Wange an Mama Bärbels Jacke gepresst und das Gesicht durch die Kapuze abgeschirmt, konnte ich wieder nichts sehen. Doch ich hörte Mama Bärbels Schritte in einem großen Raum, in dem es eindeutig nach Garage roch.

Dann kamen wir in einen Flur. Die Geräusche und Gerüche veränderten sich und nun hörte ich einen Aufzug surren. Mit dem Aufzug fuhren wir dann offenbar nach oben.

Mama Bärbel betrat eine Wohnung und ohne die Wohnungstür zu schließen, ging sie weiter und brachte mich in ein Zimmer.

Jetzt erst schob sie die Kapuze von meinem Kopf und ließ mich die Umgebung sehen.

Die Umgebung bestand in diesem Fall aus einem Zimmer in einem Neubau, das dafür aber recht groß war.

Die Wände waren in sanftem Gelb gestrichen, auf halber Höhe führte eine Bordüre entlang, auf der Teddybären Purzelbäume schlugen.

Das Kinderbett stand neben der Zimmertür mit dem Kopfende zur Wand und darüber erhob sich passend ein Betthimmel.

„Na, kleiner Mann, ist das ein schönes Babyzimmer?“ fragte Mama Bärbel mit sanfter Stimme.

Ich betrachtete die weißen Möbel, die Bilder an den Wänden und stimmte ihr zu. Sprechen konnte ich ja nicht, also brummte ich leise.

Mama Bärbel lachte, legte mich auf den Wickeltisch und zog mir den Wagensack aus. Jetzt nahm sie mich wieder hoch und legte mich ins Bettchen.

„So, Micky, bleib schön hier. Ich ziehe mich nur schnell um.“  –  „Ich komme gleich wieder.“

Mit diesen Worten verließ sie mich und verschwand.

Nun lag ich in meinem Bettchen und betrachtete alles, was ich von hier aussehen konnte.

Über mir war der Betthimmel, aus leichtem blauem Stoff gemacht und ebenfalls mit Sternen bedeckt. Ich konnte auch den oberen Rand des Gitterbetts sehen. An der Wand gegenüber hing zwischen den beiden Fenstern ein Stern aus gelbem Kunststoff.

Wenn ich den Kopf drehte, konnte ich links wie rechts das Nestchen sehen, mit dem der Kopfteil des Bettchens rundherum abgedeckt war.

Darüber waren die Gitterstäbe des Bettchens und dahinter sah ich bereits den Stoff des Betthimmels.

Wieder war mein Blickfeld eingeschränkt.

Draußen in der Wohnung hörte ich Mama Bärbel, Schranktüren wurden auf und zugemacht, irgendwo rauschte Wasser, dann hörte ich auch Stimmen.

Das alles waren angenehme Geräusche im Hintergrund und ich fühlte mich gut. Da waren Menschen, die kümmerten sich um mich. Und sie erwarteten nicht von mir, dass ich auch irgendetwas erledigte.

Nun räkelte ich mich ein bisschen, um mich herum war viel Platz. Kein Kissen, keine Bettdecke, auch kein Kuscheltier befanden sich im Bett.

Bei jeder Bewegung spürte ich das Windelpaket und wie es meine Beinchen einschränkte und damit meinen ganzen Körper beeinflusste.

Gern hätte ich mich gestreckt und auch die Beine langgemacht, doch ich konnte die Oberschenkel nicht nach unten drehen. Wenn ich die Knie streckte, sah das aus, als machte ich einen Spagat, wobei ich ja die ganze Zeit auf dem Rücken lag.

Ich hätte mich auch gerne mal zur Abwechslung auf den Bauch gelegt, doch meine Knie standen rechts und links ab und wirkten wie Ausleger. Sie verhinderten sehr effektiv, dass ich mich auf die Seite oder den Bauch drehen konnte.

Zusammendrücken konnte ich die Windeln nicht, dazu waren meine Beinchen zu schwach.

Überhaupt fühlte sich mein ganzer Körper sehr schwer an und ich hatte große Mühe bei jeder Bewegung.

Meine Hände waren sehr warm. Immer noch waren sie fest eingepackt und die Finger unbeweglich gemacht. Die Arme konnte ich aber frei bewegen und ich konnte auch den Stoff des Bodys am Ende der Overallärmel sehen, wo sie statt meiner Hände herausschauten.

Die Zeit verging und noch immer lag ich hier.

Ich wollte rufen, schreien wie ein Baby, doch Mama Bärbel hatte mich nur von dem Wagensack und der einfachen Mütze befreit. Alle anderen Dinge trug ich immer noch an meinem Körper und auch in meinem Mund.

Die enge Mütze drückte meine Kiefer immer noch zusammen und der Schnuller verhinderte, dass ich einen Laut von mir geben konnte.

Ich musste warten.

Nach einer Weile hörte ich Schritte, dann wurde ein Kopf in mein Blickfeld gesteckt. Sybille stand da und wollte sehen, wie es mir ging.

Als unsere Blicke sich trafen, lächelte sie kurz und ging schnell wieder hinaus. Draußen in der Wohnung sprach sie mit jemandem, Worte konnte ich aber nicht verstehen.

Dann standen Sybille und Mama Bärbel an meinem Bett. Und Sybille wies auf mich:

„Sieh mal, er hat immer noch die Mütze auf.“

Mama Bärbel nahm mich schnell auf den Arm.

„Und wir wundern uns, dass du dich nicht meldest.“

Mama Bärbel legte mich auf den Wickeltisch und gemeinsam nahmen die beiden Frauen mir die letzte Mütze ab.

An meinem Kopf wurde es kühl, ich versuchte den Mund zu öffnen und Speichel lief die Wange hinab. Schnell nahm Mama Bärbel ein Tuch, zog den Schnuller heraus und wischte den Speichel in meinem Gesicht weg.

„So, mein Kleiner, jetzt kannst du wieder unter Leute gehen.“

Mama Bärbel nahm mich wieder auf den Arm und wiegte mich, indem sie sich langsam hin und herdrehte. Ich kuschelte mich an Mama Bärbel und ausgerechnet jetzt knurrte mein Bauch laut und gut hörbar.

„Siehst du, Sybille, hab ich es doch gewusst. Micky hat noch kein Abendbrot bekommen“, sagte Mama Bärbel mit einem Lachen in der Stimme.

Mama Bärbel trug mich hinaus, Sybille folgte uns.

Wir kamen in einen Korridor, der sehr wohnlich und vielleicht ein wenig unordentlich aussah und betraten eine Küche. In der sah es ähnlich aus wie im Korridor, doch es wirkte sehr gemütlich auf mich.

Es gab eine Küchenzeile und einen Tisch mit Eckbank. Auf der Anrichte standen Fläschchen, Sauger und ein Fläschchenwärmer, dazu verschiedene Pakete, die Sybille jetzt im Schrank verstaute.

Mama Bärbel setzte mich in einen Hochstuhl und mit dem Rücken zum Fenster konnte ich zurückgelehnt den Tisch überblicken. Darauf standen zwei Becher, der Geruch von Kaffee lag in der Luft.

Während Mama Bärbel an der Anrichte Fläschchen fertig machte, zappelte ich in dem Hochstuhl.

Die war ein ganz gewöhnlicher Hochstuhl für kleine Kinder, wie man ihn überall in Babygeschäften kaufen konnte, doch er war mir zu groß. In dem Sitz hatte ich keinen Halt, ich lag mehr, als dass ich saß. Die Rückenlehne war weit entfernt und nur der Schrittgurt verhinderte mein herausrutschen.

Sybille sah dem Ganzen zu, dann sagte sie zu Mama Bärbel:

„Ich hole doch mal den Sitzverkleinerer, sonst fällt Micky uns noch raus.“

Mama Bärbel drehte sich zu mir um und sprach dann:

„Ja, tu das mal.“

Sie ließ Fläschchen Fläschchen sein und nahm mich wieder auf den Arm.

„Entschuldige bitte, Micky, ich habe wohl doch nicht an alles gedacht.“

Ich kuschelte mich wieder an sie und genoss ihre Nähe.

Mama Bärbel hatte recht. Dass sie vorhin den Schnuller bzw. die Mütze vergessen hatte, war nicht ganz ungefährlich gewesen. Und auch die Sache mit dem Hochstuhl hätte sie als erfahrene Mutter eigentlich wissen müssen.

Vielleicht hatte sie aber auch geplant, mich vor dem Abendessen in das einjährige Kind zu verwandeln, als das ich mich angemeldet hatte und hatte den Plan nun, warum auch immer, wieder verworfen. Vielleicht hätte ich Mama Bärbel einfach an den Schnuller erinnern müssen…

Ich saß auf Mama Bärbels Arm, meine Beine wurden von dem Windelpaket weit gespreizt, ich trug einen nachtblauen Schlafoverall mit Füßchen, der Overall war mit Sternen und Monden verziert. Dabei kuschelte ich mich an Mamas Körper und fühlte mich einfach geborgen.

Es war so schön, wie in meinem Tagtraum, und das Beste war: Es war kein Traum, sondern Realität!

Mama Bärbel umarmte mich jetzt mit ihrem freien Arm, hatte ihre Wange auf mein Köpfchen gelegt und drehte sich wieder langsam hin und her.

Von draußen hörten wir Gepolter. Erst nach längerer Zeit erschien Sybille wieder in der Küche und sah uns voller Neid an. Das konnte ich ganz deutlich sehen.

Aber war sie neidisch auf Mama Bärbel, weil die ein kleines Kind auf dem Arm hatte, oder wäre Sybille lieber das kleine Kind auf Mama Bärbels Arm gewesen?

Diese Frage blieb offen und sollte erst später beantwortet werden.

Zunächst steckte Sybille den Sitzverkleinerer an seinen Platz und befestigte ihn dort. Dann beendete Mama Bärbel unsere Kuschelei und setzte mich wieder in den Hochstuhl.

Diesmal passte mein Körper viel besser hinein, doch wie im Autokindersitz pressten die Seitenteile meine Beine gegen die Windeln. Jetzt saß ich zwar fast aufrecht im Hochstuhl, doch das zusammendrücken der Beinchen war jetzt nicht nur unbequem, sondern tat auch weh. Das Windelpaket drückte fest in die Oberschenkel und auch die Hüftgelenke protestierten.

Doch ich wollte erst einmal nichts sagen. Mama Bärbel machte sich wieder daran, mein Fläschchen fertig zu machen, während Sybille mich hinter Mama Bärbels Rücken im Hochstuhl festschnallte

 Der Hosenträgergurt hielt mich auch hier fest am Sitz und ich konnte mich nicht mehr vorbeugen. Sybille sah genau, wie die Seitenteile meine Knie zusammendrückten, sie fühlte mit ihrer Hand in meinem Schritt nach dem Windelpaket und wusste genau, was dort geschah.

Doch diesmal sagte sie nichts. Sie sah mich nur hämisch an und zog die Gurte noch fester.

Mama Bärbel schüttelte das Fläschchen und steckte es in den Flaschenwärmer. Nachdem sie den Startknopf gedrückt hatte, drehte sie sich um und nahm einen Kaffeebecher.

Während sie daraus trank, fiel ihr Blick auf mich.

Langsam schüttelte sie den Kopf und fragte dann Sybille, die neben mir am Tisch auf der Bank saß:

„Warum hast du Micky denn festgeschnallt?

Wenn die Milch gleich fertig ist, nehme ich ihn doch sowieso auf den Schoß.“

Sybille grinste mich an und sagte unschuldig:

„Ich wollte ganz sichergehen, damit er sich nicht wehtut.“

Meine Beine schmerzten und auch die Gurte waren nicht mehr angenehm. „…wollte nicht, dass er sich wehtut…“

Offensichtlich war Sybille ein schönes Früchtchen und doch eifersüchtig auf mich.

Aber Mama Bärbel hatte sie durchschaut. Sie kam zu mir, löste die Gurte und nahm mich hoch. Anschließend trug sie mich zurück ins Kinderzimmer und legte mich in mein Bettchen.

Während das Blut in meine kribbelnden Beine strömte, klangen mir ihre Worte im Ohr:

„Das tut mir sehr leid, Micky, dass du jetzt auf dein Abendessen warten musst. Aber das kann ich Sybille nicht durchgehen lassen!“

Als Mama Bärbel das Kinderzimmer verließ, schloss sie die Tür hinter sich.

Trotzdem hörte ich kurze Zeit später Sybille schreien.

Dann war es wieder ruhig im Kinderzimmer und ich fragte mich, wie Mama Bärbel Sybille wohl bestrafen würde.

Draußen war es dunkel geworden, doch der Stern zwischen den Fenstern hatte irgendwann zu leuchten begonnen und tauchte das Zimmer in heimelig gelbes Licht.

Dann ging die Tür auf. Das Deckenlicht wurde eingeschaltet und überstrahlte hell das Sternlicht.

Ich schloss geblendet die Augen. Mama Bärbel nahm mich hoch und sagte leise:

„Aufwachen, Micky, jetzt gibt es endlich was zu essen.“

Ich saß auf Mamas Arm und sie trat in den Korridor. Doch sie ging an der Küche vorbei und flüsterte in mein Ohr:

„Jetzt muss ich dir erst etwas zeigen.“

Leise betraten wir einen Raum.

Sehr helles und kaltweißes Neonlicht schien auf weiße Wände und in einem kaltweißen Krankenzimmer stand ein Gitterbett aus Eisen.

Durch das weißlackierte Seitengitter sah ich Sybille.

Sie lag darin und trug nur Strumpfhosen und einen Body mit langen Ärmeln.

Sybille lag auf dem Bauch, die Hände lagen zusammengebunden auf ihren dicken Po und ihre Fußgelenke lagen überkreuzt auf den Handgelenken und waren zusammengebunden und auch an den Handgelenksfesseln festgebunden.

In einem strengen Hogtie lag Sybille nun hilflos in diesem Bett und ihre Knie waren nicht weit von der hinteren Bettkante entfernt.

In voller Größe hätte Sybille auch nicht in das Gitterbett hineingepasst.

Sybille hatte die Augen geschlossen. In ihrem Mund steckte ein dicker Ballknebel, mit einem Riemen hinter ihrem Kopf festgemacht und so konnte sie auch nicht mehr schreien.

Man sollte meinen, Sybille würde in dieser Lage leiden, doch sie lächelte, obwohl sich unter ihrem Mund schon ein Speichelfleck gebildet hatte.

„Ja, Strafe muss sein“, sagte Mama Bärbel laut und Sybille riss erschrocken die Augen auf.

Als sie sah, wer alles vor ihrem Bett stand, schimpfte sie, doch der Ball in ihrem Mund erstickte alle Worte zu undeutlichem Genuschel. Sie versuchte sich von uns wegzudrehen und wand sich in ihren Fesseln.

Doch sie konnte sich kaum rühren und erst recht nicht aus dem Bett entkommen. Zwischen den Seitengittern hatte sie auch kaum Platz, um sich hin und her zu wälzen.

Mit ihrer freien Hand klatschte Mama Bärbel Sybille auf den dicken Windelpopo.

„So, Sybille, du bist ja erst mal versorgt, morgen früh sehen wir dann Mal, wann wir dich wieder losmachen.“

Sybille schaute wieder erschrocken und mpfte in ihren Knebel, doch Mama Bärbel kümmerte sich nicht mehr um sie.

Wir gingen hinaus und Mama schloss die Tür hinter uns, ohne das Licht auszuschalten.

Zurück in der Küche schaltete Mama erneut den Fläschchenwärmer ein. Während der seine Arbeit tat, saß ich immer noch auf Mamas Arm und hatte mich wieder an sie gekuschelt. Dabei wiegte mich Mama wieder in ihren Armen.

Ich aber bekam Sybille nicht aus dem Kopf. Hatte Mama sie wirklich bestraft oder ihr erst mal einen Wunsch erfüllt?

Vielleicht liebte Sybille das Gefesseltsein genauso wie ich das Babysein. Jetzt brauchte sie nicht mehr Babysitten, sondern hatte ihre Ruhe.

Vielleicht ergab sich irgendwann eine Gelegenheit, mit ihr darüber zu reden.

Der Fläschchenwärmer klingelte leise. Mama nahm das Fläschchen heraus und stellte es auf den Küchentisch.

Hinter dem Hochstuhl stand ein Sessel und Mama legte mich hinein. Sie stellte den Hochstuhl beiseite und schob den Sessel an den Tisch.

Aus einem Küchenschrank holte sie ein Lätzchen, das band sie mir um.

Nun nahm sie mich hoch, setzte sich selbst in den Sessel, legte sich ein Kissen auf den Schoß und setzte mich darauf.

Mit dem linken Arm hielt sie nun meinen Rücken und konnte jetzt mit der rechten Hand nach dem Fläschchen greifen.

Als der Sauger in meinen Mund glitt und ich endlich etwas trinken konnte, empfand ich dies als völlig neues Erlebnis.

Der Sauger fühlte sich ganz anders an, als die Sauger bei Mama Melanie.

Bei ihr war ich ja auch oft wie ein Baby gefüttert worden und hatte praktisch jedes Getränk aus einem Fläschchen trinken müssen.

Doch jetzt regten sich bei mir Erinnerungen an eine Zeit, an die sich ein Mensch in aller Regel nicht erinnert.

Vor vierzig Jahren, als ich tatsächlich noch ein Baby war, preisten die Hersteller von Säuglingsnahrung ihre Produkte als besser und hygienischer als Muttermilch an und so wurde ich nicht gestillt, sondern bekam die Flasche.

Und nun erinnerte ich mich daran. Beim ersten Schluck hatte ich die Augen geschlossen und als ich sie nun wieder öffnete, erwartete ich fast, meine Mutter zu sehen.

Natürlich saß ich immer noch auf dem Kissen im Schoß von Mama Bärbel und sie hielt das Fläschchen und mich genauso gut.

Und so saugte und trank ich langsam, aber stetig Milch aus dem Fläschchen.

Nach einiger Zeit enthielt das Fläschchen zwar noch Milch, aber ich streikte dennoch.

Ich war satt.

Von nicht einmal einem Fläschchen Milch!

Zwar waren die Fläschchen bei Mama Melanie etwas größer, trotzdem hatte ich dort bei einer Mahlzeit mindestens anderthalb Fläschchen geleert.

Doch wahrscheinlich machte es überhaupt keinen Sinn, sich darüber Gedanken zu machen. Schließlich war ich ja jetzt auch körperlich viel kleiner, als jemals bei Mama Melanie.

Mama Bärbel hatte das Fläschchen beiseitegestellt und lobte mich sogar, weil ich „…so schön getrunken habe…“

Wir blieben noch ein paar Minuten sitzen, dann nahm sie mich wieder auf den Arm und hielt mich so, dass ich über ihre Schulter sah.

Mama hatte sich ein Tuch auf diese Schulter gelegt und wir gingen nun langsam hin und her.

Das heißt natürlich Mama Bärbel ging und ich saß auf ihrem Arm und wurde getragen. Und dabei wurde ich ein bisschen geschaukelt.

Erst verstand ich nicht, warum Mama Bärbel das tat, aber die Nähe und der Körperkontakt taten mir gut. So auf dem Arm … und niemand erwartet etwas von mir…

Dann fiel es mir ein. Natürlich erwartete man etwas von mir. Mama Bärbel erwartete das Bäuerchen.

Bei Mama Melanie lief das natürlich anders ab, aber das war ja auch verständlich.

Hier bei Mama Bärbel war ich aber kein Erwachsener. Ich verstand zwar alles und dachte, wie ein Erwachsener, doch mein kleiner Körper war der eines zwei Monate alten Kindes. Und der brauchte mehr Unterstützung.

Schließlich rülpste ich und spuckte dabei unfreiwillig etwas Milch auf Mamas Schulter. Doch das Tuch auf Mamas Schulter saugte alles auf.

Mama lachte und wischte mir mit dem Lätzchen Mund und Kinn ab.

In meinem Bauch begann es zu rumoren und kurz darauf spürte ich, wie sich etwas in die Windel ergoss. Dies war aber eindeutig kein Pipistrahl.

Ich hatte ja schon Erfahrung mit Windeln und was sich in ihnen alles sammelt. Ich schaute in Mamas Gesicht und sah, sie wusste Bescheid.

Sie lächelte aber weiterhin.

„Dann komm, mein Mäuserich, dann machen wir dich mal sauber“, sagte sie und wir verließen die Küche.

Eine Geschichte von: Joe Miller
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