Auf dünnem Eis – Teil 3

4.4
(9)

Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Seit zehn Minuten stand Sie nun schon draußen und wartete. Ein Blick auf die Uhr verriet aber, dass es “erst 7:40Uhr Morgens war. So Früh im Jahr war es auch in Dänemark noch unangenehm kalt am Morgen. Katharina war auch selber schuld, schließlich trug Sie bloß ihren normalen Trainingsanzug mit den Initialen von Frau Gehrent darauf.

Sport stand an diesem Ort hier über Allem und Jeden – dazu wurde auch bei der Kleidung auf unnötigen Schnick Schnack verzichtet.

Schließlich aber blinkte ein roter VW Kombi in die Einfahrt des ganz und gar architektonischen Fehlschlags. Zumindest sah das Katharina so.

Eigentlich war es ein großer Betonwürfel, mit grünen Fenstern als einzigem farbigen Lichtblick. Auch eine große Glasfläche, vor der die Terrasse an den Garten grenzte war schön anzusehen, ansonsten fehlte Katharina vor allem Eines. Die Wärme von Holz.

Eine Garage gab es hier nicht, also blieb der Vater von Selina einfach wenige Meter in der Einfahrt vor Katharina stehen, stellte den Motor ab und drehte sich noch im Auto zu seiner Tochter um.

Was gesprochen wurde, konnte die Assistentin von Frau Gehrent nicht verstehen, doch für die allermeisten Athletinnen war der Abschied hier ein sehr Grausamer.

Zuerst traute sich die Mutter von Selina aussteigen. “Sieh an, die Dame hat sich für diesen Anlass extra hübsch gemacht” dachte sich Katharina, denn Rebecca war schön geschminkt, hatte ihre lockigen Haare zu einer edlen Hochsteckfrisur zusammengebunden und trug eine schwarze Hose mit weißem Blazer.

Die beiden Damen begrüßten sich freundlich, jedoch mit einem gewissen Abstand, den sicher der Kommentar von Frau Gehrent verursacht hatte.

Als nächstes verließ dann Herr Behringer dass Auto – er war schon deutlich lockerer gekleidet, trug eine normale Jeans und ein doch ansehnliches Hemd. Was für ein Schrank von einem Herrn er war im Vergleich zu Katharina. Überragte er Sie doch um zwei Köpfe und seine Schultern schienen ihr so breit wie Sie groß war.

“Wir hatten etwas Stress mit dem Verkehr” versuchte sich Rebecca mit großen Handbewegungen zu entschuldigen.

Ohne Antwort – doch mit einem verstohlenen Blick auf die Uhr wusste Katharina, dass es nun bereits 7:53 Uhr war – doch dann stieg auch endlich das Wunderkind aus.

Die junge Frau trug ebenfalls eine Jeans, allerdings mit einem weiten, richtig langen weißen T-Shirt darüber.

“Sie sollten sich nun voneinander verabschieden – Frau Gehrent duldet keine Verzögerungen, auch nicht am ersten Tag!” stellte die Assistentin klar und sah gleich  mit an, wie Selina ihren Eltern für eine lange Zeit das letzte Mal weinend in die Arme fiel.

Um zwei Minuten vor acht Uhr beauftragte Katharina dann die junge Eiskunstläuferin damit, ihre Sachen aus dem Auto zu holen. Das waren im Endeffekt bloß zwei Taschen – ein Rucksack und eine große Trainingstasche.

“ich werde dir nun das Haus zeigen Selina” lächelte die Betreuerin, nahm ihren noch immer weinenden Schützling in den Arm und führte Sie, die ebenfalls weinenden Eltern zurücklassend, die Einfahrt entlang – schloss die grüne Haustür an dem Betonhaus auf und führte die junge Frau nach drinnen.

Als die Tür hinter Ihnen in das Schloss fiel, traute sich auch die kleine Athletin ihren verschwommenen Blick mit einem Schniefen und einem gereichten Taschentuch auf die tolle Einrichtung des Hauses zu werfen.

“sollen wir mit deinem Zimmer anfangen oder?” fragte Katharina vergnügt, packte erneut die schmale Hand von Selina und zog Sie die Betontreppe nach oben.

Ein schmaler Gang führte gleich nach der Treppe nach links, wo drei Türen zu sehen waren.

Alle davon waren gleich ausgeführt. Grün mit glatter Oberfläche – sicher war es einfacher, billiger Kunststoff, doch inzwischen störte es Katharina nicht mehr.

Auf der linken Seite war ganz am Ende eine Türe, während die rechte Seite des Gangs zwei Türen aufwies.

Sie spazierten also die wenigen Meter auf dem kalten Betonboden entlang und Katharina öffnete die hintere linke Türe.

“Ta-daaa” sang die Assistentin und ließ Selina eintreten.

Diese staunte in der Tat nicht schlecht, als sich ein großer Raum mit breitem Bett mit Nachttischkästchen, einem großen Schrank gleich links neben der Türe und zahlreichen Regalen in einem kleinen Nebenraum vor Ihr auftat.

Im Vergleich zu ihrem Zimmer Zuhause war dieser Raum glatt dreimal so groß.

“….es gibt sogar einen bunten Teppich vor dem Bett” witzelte Katharina, doch die junge Athletin schien noch nicht in der Stimmung dafür zu sein, sondern zupfte unruhig an ihrem T-Shirt-Bund herum.

“Gleich gegenüber ist mein Zimmer – wenn du etwas oder mich brauchst, einfach schreien oder klopfen…. meinen Namen weißt du ja, oder?” wieder grinste Katharina den Schützling an, die sich tatsächlich dieses Mal auch zu einem Lächeln verleiten ließ.

“Katharina?” wiederholte Selina leise und die Assistentin nickte fröhlich.

“ich bitte dich nun, deine Klamotten gegen Trainingskleidung für den Fitnessraum zu tauschen – bei dieser Gelegenheit werde ich dir gleich den Trainingsraum und das Bad zeigen.

Du hast zwei Minuten – ich werde vor der Türe auf dich warten”

Ohne weitere Fragen zuzulassen, zog Katharina einfach die grüne Zimmertüre hinter sich zu und wartete im Gang mit Blick auf ihre Uhr.

Sie persönlich hasste diese militärähnliche Herumtreiberei, doch gerade in den ersten Tagen war Frau Gehrent sehr erpicht darauf, dass ihr strikter Zeitplan stets eingehalten wurde.

Tatsächlich öffnete sich kurz vor Ablauf der Zeit erneut die Türe und Selina stand mit einer kurzen schwarzen Trainingshose und einem engen, blauen Laufshirt vor Ihr.

Jegliche Gesichtsfarbe fehlte allerdings, doch das würde sich gleich ändern. Katharina mochte den Eignungstest – er war hart und unbarmherzig – offenbarte jegliche Schwäche, doch genau Das brachte eine junge Athletin vorwärts!

Um die Eiskunstläuferin etwas zu beruhigen und ihr die Angst zu nehmen, nahm Sie die Assistentin wieder an die Hand, bevor Sie die wenigen Meter gemeinsam bis zur nächsten Tür gleich neben Katharinas Zimmer gingen und dort eintraten.

Die Augen und sogar der Mund von Selina öffnete sich weit, als Sie die ganzen Geräte in dem riesigen Raum sah.

Es gab wie in einem ganzen Fitnessstudio Armzuggeräte, Beinpressen, ein Laufband und sogar ein Trampolin. Jede Menge Kleinkram – eine Vibrationsplatte und und und…..

“Ok, dann wärm Dich ein bisschen auf, wie fangen um 8:30 Uhr an mit dem Ausdauertest. Damit zeigte Katharina auf die große Uhr an der gegenüberliegenden Wand, nahe der Decke.

“ich besorge in der Zwischenzeit etwas zu trinken, Frau Gehrent bevorzugt isotonische Getränke für ihre Schülerinnen – das ist hoffentlich in Ordnung?” fragte Katharina, doch eigentlich gab es hier kaum etwas Anderes und das war dann Wasser.

Also verließ die Assistentin kurz den Trainingsraum, füllte drei Sportflaschen mit etwas isotonischem Pulver und löste das Ganze mit Leitungswasser auf. Gerade noch rechtzeitig kam Sie zurück in den Fitnessraum, wo sich Selina gerade noch aufwärmte

“Ok – dann lass uns beginnen!”

Eine Geschichte von: Tanja Z.
Diese Geschichte darf nicht kopiert werden!

Wie fandest du diese Geschichte?

4.4 von 5 Sterne. 9 Nutzer hat/haben abgestimmt!

Bisher gibt es keine Bewertungen....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.