Micky – Teil 12

4.7
(3)

Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Regentropfen weckten mich.

Draußen war es dunkel und immer noch wehte der Wind heftig ums Haus.

Wieder schien es recht früh zu sein.

In der Wohnung rührte sich nichts und ich lag in meinem Bettchen, wie ein ganz normales Baby.

Mit meinen kleinen Händen strich ich über den Schlafsack.

Der Stoff war superweich und ich war einfach nur glücklich, dass ich hier in dem Schlafsack liegen konnte.

Teddy lag neben mir und ich streichelte auch über sein Fell.

Genau das hatte ich mir immer gewünscht.

Wieder einmal so klein zu sein und nichts tun zu müssen.

Erneut ging mir der Tag vorher durch den Kopf und ich dachte an die anderen Kinder.

Ich dachte an Dorothea und an Herrin Monika und fragte mich, was sie wohl mit Sybille gemacht hatte.

Am Nachmittag war Sybille ja mit uns gegangen und ich hatte nichts besonderes bemerkt.

Als ich weiter nachdachte, stellte ich fest, wie sehr ich mich schon an mein Babysein gewöhnt hatte.
Dabei war ich doch gerade erst zwei Nächte und einen Tag lang so klein und hilflos.

Auch hatte ich mit Mama Bärbel besprochen, dass ich sehr gern ein Kind im Alter von etwa zwölf bis vierzehn Monaten wäre.

So klein, wie ich jetzt war, konnte ich nicht krabbeln, konnte ich nicht stehen und konnte ich auch meine Umgebung nicht erforschen.

Bei meinen Aufenthalten bei Mama Melanie hatte ich ganze Tage so verbracht, mit krabbeln und erforschen.

Hier konnte ich nur auf dem Rücken liegen und warten, bis Mama mich auf den Arm nahm.

Andererseits kümmerte sich Mama ja rührend um mich und bis auf ein paar Ausnahmen genoss ich die Situation aus ganzem Herzen.

Der Spaziergang war schon etwas ganz besonderes gewesen.

Das erste Mal nach meiner richtigen Kinderzeit hatte ich das Haus in Babykleidung verlassen.

Ich hatte richtig in einem Kinderwagen gesessen und niemand hatte etwas gemerkt.

Für alle Außenstehenden waren wir normale kleine Kinder, die mit ihren Müttern oder Eltern einen Ausflug machten.

Die beiden dreizehnjährigen Mädchen an der Pferdekoppel hatten zwar komisch geguckt, hatten sich aber wohl hauptsächlich über die geschlossenen Ärmel des kleinen Mädchens gewundert.

Und ganz sicher wollten sie die Pferde nicht mit uns teilen.

Aber Kinder mit Neurodermitis trugen manchmal solche Kleidung.

Die beiden Mädchen mochten sich wundern, aber es war ganz einfach zu erklären.

Nach so viel Überlegen wurde ich wieder müde und ich schlief ein.

Ich träumte irgendetwas, wachte auf, fand mich geborgen in meinem Bettchen und schlief wieder ein.

So ging das ein ganzes Weilchen und dann wachte ich auf und Mama stand an meinem Bettchen.

„Guten Morgen, mein kleiner Mäuserich“, begrüßte sie mich.

So, wie ich war, nahm sie mich auf den Arm und wir kuschelten ein paar Minuten miteinander.

Dann legte sie mich auf den Wickeltisch und zog mir den Schlafsack aus.

Anschließend trug sie mich in die Küche und setzte mich in den Hochstuhl.

Während Mama meine Fläschchen vorbereitete, klopften auch hier Regentropfen ans Fenster.

Ich konnte zum Fenster sehen und draußen war der Himmel ein dunkles Grau.

Die Küchenuhr behauptete, es sei halb neun am Morgen, doch die Wolken ließen kaum Licht durch.

In der Küche brannte fast jede Lampe, die es hier gab, doch auch ich fühlte den Herbstblues.

Aber nun gab es Frühstück und Mama setzte sich in den Sessel und ich saß auf dem Kissen in ihrem Schoß.

Wieder gab es erst ein Fläschchen mit dünner Milch und danach eines mit dickem Brei.

Danach stand Mama auf, legte ein Tuch über ihre Schulter und wieder sollte ich jetzt aufstoßen.

Nachdem auch das erledigt war, trug Mama mich noch ein bisschen herum und wiegte mich, während ich auf ihrem Arm saß und mich an sie kuschelte.

Mit meinen freien Händen fühlte ich ihren Morgenmantel, den sie trug und konnte auch ihre Haut berühren.

Dann brachte sie mich zurück ins Kinderzimmer, zog mir auf dem Wickeltisch den Schlafsack an und legte mich ins Bettchen.

Die Arme auf den Rand des Gitterbettchens gelegt, schaute Mama mir zu, während ich dalag und strampelte und mich bewegte, ihr meine Arme entgegenstreckte, damit sie mich wieder auf den Arm nahm.

Doch Mama schaute mir nur zu und lächelte.

Dann nahm sie Teddy und legte ihn mir in den Arm.

Dabei sagte sie mit lieber Stimme:

„Du musst noch ein bisschen warten, mein kleiner Mäuserich.
Mama muss erst duschen und sich anziehen.
Danach kümmert sie sich um dich.“

Mama ging hinaus, ohne die Tür hinter sich zu schließen und ich konnte Türenklappen hören und dann rauschte Wasser.

Ich lag derweil mit vollem Bauch in meinem Bettchen und konnte die Situation nicht ganz so genießen, denn ich musste feststellen, ich hatte wieder einmal die Hosen voll und ein Windelwechsel war überfällig.

Aber ich musste noch warten.

Mama hatte sich offenbar beeilt und stand bald wieder an meinem Bettchen.

Wir gingen ins Bad und dort wurde ich ausgezogen, gebadet und im Kinderzimmer gewickelt und angezogen.

Ich trug nun die gleichen Sachen, wie am Abend vorher, doch es waren allesamt frische Klamotten.

Meine Hände waren frei und ich versuchte, meine Hände auf und zuzumachen, doch sie wollten mir nicht recht gehorchen.

Mama sah mir zu und kitzelte mich an den Handflächen.

Dann schloss Mama meinen Overall und nahm mich auf den Arm.

Mama roch nach Duschgel und, Mann, das waren aber interessante Ohrringe.

„Nein, Micky, nicht! Nimm die Hände da weg, das tut weh!“

Schnell zog ich meine Hände weg und brabbelte in meinen Schnuller „Micky wieder lieb“.

Mama lachte leise, dann wies sie mit ihrer freien Hand auf die Unordnung in Bad und Kinderzimmer und sagte:

„Gut, das Doro gleich kommt. Dann hat das Chaos hier ein Ende.“

Nun trug mich Mama ins Kaminzimmer.

Obwohl schon ein helles Feuer brannte, war es deutlich kühler im Raum als gestern Abend.

Der Kaminvorleger, auf dem der Hund geschlafen hatte, war verschwunden und ein Stück vom Feuer entfernt lag eine große Kinderdecke auf dem Boden.

Mama legte mich auf den Bauch und ich musste meinen großen Kopf zur Seite drehen.

Mama legte meine Hände neben meine Schultern und ermunterte mich, mich hochzustemmen.

Mühsam hob ich meinen schweren Kopf und sah nach vorn.

Dort wedelte Mama mit einem quietschgelben Spielzeug vor meinem Gesicht und erwartete wohl, dass ich danach greifen würde.

Doch außer meinem Kopf konnte ich nichts anheben, meine Schultern lagen platt auf der Decke.

Trotzdem streckte ich einen Arm nach vorn und versuchte nach dem Spielzeug zu greifen.

Nach einigen Versuchen gelang es mir, das Spielzeug zu umklammern.

Mama lobte mich überschwänglich und nahm mich auf den Arm, um mich zu knuddeln.

Doch ich hatte es genau gesehen, Mama hatte gemogelt und mir das Ding in die Hand gedrückt.

Trotzdem genoss ich ihre Nähe und es war schön, dass sie mit mir spielte.

Nun wurde ich wieder auf den Bauch gelegt, Mama nahm mir das Spielzeug wieder aus der Hand und lockte mich erneut damit.

Ich griff aber nicht nach dem Spielzeug, sondern versuchte meine Hände unter meinen Körper zu bekommen, um mich hochzustemmen und vielleicht zu krabbeln.

Das gelang mir aber nicht, ich war einfach zu schwach, einfach noch zu klein für diese Dinge.

Enttäuscht streckte ich alle Viere von mir und blieb platt auf der Decke liegen. Mamas Reaktion kam prompt.

Aber sie bestrafte mich nicht.

Obwohl, na ja.

Sie legte das Spielzeug weg, kam zu mir und stupste mich sanft.

Mit beiden Händen stupste sie mich über der Windel links und rechts am Bauch.

Das kitzelte und ich musste lachen.

Mama drehte mich auf den Rücken und kitzelte mich am Bauch und unter den Armen, sie nahm nacheinander meine Hände und kitzelte mich an den Handflächen.

Ich lachte und kikste und gluckste, ganz wie ein kleines Baby.

Den Schnuller hatte ich längst ausgespuckt.

Und ich sah es Mama an der Nasenspitze an, sie hatte genauso viel Spaß daran.

Ein Sprichwort besagt: Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören.

Doch als die Türklingel ertönte und Mama aufstand, um zu öffnen, war ich doch enttäuscht.

Mama sagte noch: „Sei brav und mach keinen Unsinn.“

Sie ließ die Tür angelehnt und dann hörte ich Dorotheas helle Stimme.

Wieder entschuldigte sie sich für ihr spätes kommen, aber es hätte Probleme mit Sybille gegeben und jetzt sei sie ja da.

Mama sagte:

„Über Sybille sprechen wir nachher noch. Fang aber jetzt an, am besten so wie gestern. Wenn etwas ist, Micky und ich sind im Wohnzimmer.“

„Sehr wohl, Fräulein Bärbel“, antwortete Dorothea mit ihrer hellen Stimme.

Jetzt kam Mama zurück und kniete sich vor mir hin, meine kurzen Beinchen lagen zwischen ihren Oberschenkeln, sie beugte sich über mich und langsam, fast zaghaft begann sie erneut, mich zu kitzeln.

Wieder lachten wir und ich kikste und gluckste dazu.

Dann war ich außer Atem und Mama setzte sich vor den Kamin und legte mich in ihren Schoß.

Wir kuschelten miteinander und zwischendurch lockte sie mich wieder mit dem gelben Spielzeug, damit ich meine Arme streckte und danach griff.

Schließlich setzte Mama sich in den Sessel, ich saß auf ihrem Schoß und drückte meinen Körper an Mamas Bauch.

So verbrachten wir einige Zeit und ich lauschte Mamas Herzschlag und fühlte auch ihr Atmen.

Mama hielt mich sicher im Arm und ich fühlte mich sicher und geborgen.

Eine Geschichte von: Joe Miller
Diese Geschichte darf nicht kopiert werden!

Wie fandest du diese Geschichte?

4.7 von 5 Sterne. 3 Nutzer hat/haben abgestimmt!

Bisher gibt es keine Bewertungen....

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.