Aversionstherapie – Teil 3

3.8
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Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Am nächsten Morgen wurde sie von Sina geweckt und von den Gurten befreit. Sie musste ihre Windel selber entsorgen und durfte dann zur Toilette und sich die Zähne putzen. Dann bekam sie Kleidung zum Anziehen: Einen Slip, ein Langarmshirt, eine weiße Baumwollstrumpfhose und ein schlichtes, blaues Trägerkleid. Sie zog die Sachen an, ohne viel darüber nachzudenken. „Frische Sachen gibt es immer samstags nach dem Duschen“, erklärte Sina. Auch das noch! Das Frühstück war ok. Brot, Wurst und Käse, lauwarmer Tee. Dann lief alle so ab, wie Sina es erklärt hatte. Und langsam bekam Melissa Angst vor der ersten Therapiesitzung.

Als es an der Zeit war, wurde sie von Sina in den Behandlungsraum geführt. Sie musste sich komplett ausziehen und wurde dann auf einem Behandlungsstuhl fixiert. Sodann wurden ihr mehrere Elektroden angelegt: An den Brüsten, an den Schenkeln, an den Füßen. Dr. Fromm trat ein und begrüßte sie knapp. Dann schlug sie eine Mappe auf und begann daraus vorzulesen. Es waren Vorkommnisse beschrieben, die Melissa angeblich in ihrer Schule erlebt hatte. Nur war alles sehr übertrieben: Die schlechten Noten, die Probleme mit den Lehrern… Dr. Fromm fragte, ob das alles so richtig sei? „Nein, das ist so nicht… Ahhhhh!“ Melissa bekam einen solch heftigen Stromschlag, dass sie dachte, es reist ihr den Brustkorb auf. „Du sollst doch nicht lügen!“ schrie Dr. Fromm sie an. „Aber wir sind ja auch noch ganz am Anfang.“ Melissa sah, dass Sina bei diesen Worten grinste. Es macht ihr Spaß! Es macht ihr Spaß mich zu quälen, dacht sie.

„Ahhhh! Aua! Ahhhhh! Nein!“ Egal, was Melissa auch antwortete, immer wieder gab es diese entsetzlichen Stromschläge. Manchmal kurze, manchmal längere, sodass Melissa manchmal meinte, sie würde ohnmächtig. Und immer wieder sah sie das Grinsen Sinas. Einmal lachte sie sogar, als Melissa vor Schmerz richtig laut schrie! Das würde sie nicht aushalten. Nicht jeden Tag zweimal, ein Jahr lang! „Du bekommst es ja nicht jeden Tag“, sagte Dr. Fromm, so als hätte sie Melissas Gedanken gelesen. „Am Wochenende gibt es keine Anwendungen, damit die Therapie wirken kann!“ Mit der Zeit wurde es nicht besser. Die Stromtherapie war der reinste Horror. Aus purer Chikane bekam sie zwischendurch auch immer mal den Rohrstock oder die Peitsche zu spüren. Wegen angeblichen Fehlverhaltens. Das konnte alles sein. Ganz egal. Dann gab es eine Strafe. Sina zeigte dabei immer mehr ihre sadistische Ader. Aber auch die anderen Frauen waren nichts besser. Selbst die jüngste schien das reinste Vergnügen dabei zu haben, Melissa quälen zu können.

Bisher war es Melissa immer gelungen, nur Pipi in die Windel zu machen. An den Wochenenden war es am schlimmsten. Dann wurde morgens nur die Windel gewechselt und man dürfte zur Toilette. Und samstags endlich Duschen! Aber nach dem Frühstück kam man zurück und musste bis zum nächsten Morgen ununterbrochen fixiert im Bett verbringen. Dann kam die Windel schon mal an ihre Grenzen. Aber sie durfte auf keinen Fall auslaufen, sonst gab es wieder eine Strafe! Natürlich hatte sie auch schon Waschverbot bekommen und durfte am Samstag nicht duschen. Es schien so, als wollten sie alle möglichen Strafen mal ausprobieren. Und ein Grund fand sich immer. Melissa wurde es mit der Zeit fast egal. Sie pinkelte jetzt ganz selbstverständlich nachts in ihre Windel. Und dass sie sich nur einmal die Wochen waschen durfte war auch schon normal für sie. Selbst ein Waschverbot von zwei oder drei Wochen machte ihr schon nichts mehr aus.

Ein weiteres Mädchen wurde inzwischen in der Einrichtung behandelt. Sie war auch kurz nach ihrem 13. Geburtstag eingeliefert worden. Meistens wurden sie isoliert voneinander gehalten. Selten zusammen in einen Raum gesperrt. Dem Mädchen ging es nicht besser als Melissa. Erst an ihr erkannte Melissa, wie ein langes Waschverbot wirkte und schämte sich, wenn sie selber in diesem Zustand war. Aber selbst das wurde ihr mit der Zeit egal.

Nach einem Jahr, kurz nach ihrem 14. Geburtstag, bekam Melissa die Nachricht, dass sie noch ein weiteres Jahr in Behandlung bleiben müsse. Die Therapie hätte noch nicht den gewünschten Erfolg gezeigt und dürfe jetzt unter gar keinen Umständen abgebrochen werden. Stärke und Dauer der Behandlungen würden entsprechend angepasst werden.

Eine Geschichte von: Susanne
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4 Antworten zu “Aversionstherapie – Teil 3”

  1. Wenn Melissa jetzt beim Start der Geschichte doch 13 Jahre alt ist, wird sie dann in Teil drei, letzter Abschnitt; 17Jahre?
    Oder doch erst 14 jahre alt?

  2. Hallo Susanne,

    als ich gesehen habe, dass hier ein anderer Autor eine Geschichte eingesandt hat, habe ich mich zuerst gefreut. Doch beim Lesen der ersten beiden Teile hatte ich schon ernste Bedenken: Fesselungen, sadistische Ärzte und Betreuer, Stromschläge zur Erziehung / Bestrafung … und dazu eine dreizehnjährige Hauptfigur?
    Inzwischen ist Teil drei zu lesen: Während der „Therapiesitzungen“ werden Elektroden an den Brüsten befestigt? … Bei einem Kind?
    Und das hält Melissa ein Jahr lang aus? Und auch die lieblose Behandlung insgesamt?
    Die zweite Hälfte von Teil drei wirkt schnell herunter geschrieben, keine Szene richtig durch erzählt.
    Du solltest deine Geschichte noch einmal überarbeiten und eine erwachsene Hauptfigur erfinden.

    1. Hallo Joe Miller,

      danke für deinen Hinweis. Da ich das Alter auch etwas bedenklich finde, war ich so frei und habe es etwas verändert. Die Geschichte behält aber weiterhin Ihren Sinn!

      @Susanne: Ich hoffe das ist auch in deinem Sinn?

      Ich finde es auf jedenfall toll, dass Ihr mich unterstützt und mir Geschichten schickt! Anscheinend kommen sie auch sehr gut an (im letzten Montan knapp 5000 Besucher).

      Viele Grüße
      Der Admin 🙂

      1. Ich muss meine Aussage von heute Morgen doch noch einmal revidieren. Vielen Dank für deine Gedanken Susanne!

        Ich freue mich sehr auf eine Fortsetzung oder weitere Geschichten.

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