Der seltsame Fund – Teil 4

Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Nachdem der Schulunterricht endlich ein Ende genommen hatte, ging ich mit meinen Freunden Niklas und Jens nach Hause. Wir waren gerade erst aus dem Schulgebäude gegangen, als wir hinter uns einen spitzen Schrei und dann ein lautes Heulen hörten: Ich musste gar nicht hingucken um zu wissen, was los war. Kevin verprügelte gerade wieder einen Schüler, so wie jeden Tag.

Jens sprach aus, was ich dachte: „Ich frage mich, warum Kevin noch nicht von der Schule geflogen ist. Dieser Irre gehört doch in die Klapse!“ Auch Niklas‘ Mutter hatte mal mit dem stellvertretendem Direktor geredet und gesagt, dass wenn man Kevin nicht bald feuern würde sie rechtliche Schritte ginge. (Mit dem Direktor konnte sie nicht reden, der war nämlich schon seit Monaten krank und hatte vermutlich auch genug.)

Wir redeten über alles Mögliche, nur dem Thema Windeln wich ich geschickt aus. Auch wenn das meine besten Freunde waren, wollte ich die ganze Angelegenheit erstmal nur für mich behalten.

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Melissa B, meine Mutter, betrat den Drogeriemarkt und wandte sich mit einer außergewöhnlichen Bitte an die Verkäuferin: „Ich bräuchte eine Packung Windeln für ein 15-jähriges Mädchen.“ Die Verkäuferin entgegnete verwundert: „Das ist ja mal ein seltsames Anliegen.“, und lächelte pflichtschuldig. Manchmal hasste sie ihren Job. „Da kann ich Ihnen die Tena Slip Maxi empfehlen in Größe M, die dürften Ihrer Tochter noch gut passen.“

Zufrieden antwortete meine Mutter: „Vielen Dank. Könnten Sie mir bitte mal so eine Windel zeigen? Ach ja, da fällt mir noch etwas ein. Kennen Sie vielleicht einen Laden hier in der Gegend, der größere Gitterbettchen verkauft? Sie müssen wissen, meine Tochter möchte wieder ein Baby sein.“ Während ich mit meinen Freunden den Weg nach Hause antrat, ahnte ich weder von diesem Gespräch, noch von dem unglaublichen Spektakel, welches ich heute Nachmittag erleben sollte.

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Schließlich kamen Jens, Niklas und ich an Jens‘ Wohnung an. Ich und Niklas verabschiedeten uns von ihm und gingen dann zusammen weiter. Ich hatte den weitesten Nachhauseweg von uns dreien – und war der schlechteste Sportler von uns dreien. Irgendwie unlogisch, aber so war das nun mal.

Wir liefen gemächlich den Weg entlang und als wir die Stelle erreichten, wo ich heute Morgen den Schnuller gefunden hatte, schaute ich auf den Boden, ob dort nicht vielleicht noch andere Gegenstände lagen. Aber da war nichts, wie ich zu meiner Enttäuschung feststellte. Doch Niklas bemerkte meinen Blick und fragte mich lachend: „Suchst du wieder irgendwelche mysteriösen Gegenstände?“ „Ich tue nur etwas für die Umwelt!“, konterte ich. Dann kam mir eine Idee: Sollte ich ihm vielleicht doch meine Windelliebe anvertrauen? Das wäre der perfekte Moment dafür gewesen. Doch ich entschied mich dagegen. Schließlich kamen wir an die Stelle, wo wir uns trennen mussten. Niklas musste links abbiegen, während ich noch ein ganzes Stück geradeaus gehen musste, um zuhause anzukommen.

Niklas fragte mich noch: „Wollen wir uns heute Nachmittag treffen?“ Zuerst freute ich mich darauf, doch dann konnte ich nur noch denken: Keine Windeln, kein Schnuller. Also platze es mir heraus: „Nein, ich habe heute Nachmittag Nachhilfeunterricht.“ Eine komplette Lüge. Warum log ich jemanden wie Niklas nur wegen so ein paar Windeln an? Doch Niklas konnte das natürlich nicht wissen. Für ihn war es normal, dass ich wegen Nachhilfestunden nichts mit ihm unternehmen konnte. Also sagte er traurig: „Okay, dann eben nicht“, verabschiedete sich und ging davon. Auch ich ging schockiert weiter, mit schlechtem Gewissen und der Tatsache im Kopf, dass mir eine Windel, eine alte, viel zu kleine Babywindel, wichtiger war als mein bester Freund.

Als ich schließlich zuhause ankam, schloss ich die Tür auf und legte den Schlüssel in die Schale direkt im Eingangsbereich. Meine Mutter war offenbar nicht da. Zuerst dachte ich, dass sie vielleicht gerade mit meinem Vater spazieren geht, doch auch ihr Auto stand nicht vorm Haus. Sie war wohl gerade wieder einkaufen. Neuen Schrott, der dann wieder im Keller landen würde, dachte ich genervt. Wo und was meine Mutter gerade einkaufte konnte ich natürlich nicht ahnen und hätte ich ein wenig genauer hingeschaut, wäre mir auch nicht entgangen, dass nicht nur das Auto meiner Mutter weg war, sondern auch der Anhänger, mit dem meine Mutter besonders schwere Sachen wie z.B. Möbel transportierte.

Auf der Treppe zu meinem Zimmer vernahm ich ein lautes Schluchzen. Meine Schwester lag weinend inmitten von Puppen, die meine Mutter ihr wohl wieder ins Zimmer gestellt hatte. Ich musste unwillkürlich grinsen, was sie mit einem vernichtenden Blick kommentierte. Schade, dass ich keine Kamera mitgenommen hatte. Das wären coole Fotos geworden, meine heulende Schwester inmitten von Barbie-Puppen! Was für coole Foto-Gelegenheiten sich für mich noch ergeben würden konnte ich natürlich nicht ahnen, ebenso wenig, wie was für vernichtende Foto-Gelegenheiten von anderen ausgenutzt werden würden.

In meinem Zimmer stellte ich meinen Schulranzen ab und überlegte: Sollte ich mir gleich eine Windel anziehen? Doch ich entschied mich dafür, mit den Hausaufgaben zu beginnen, denn: Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Als ich gerade dabei war, irgendeinen Blödsinn mit Zahlen in Mathe auszurechnen, klingelte es an der Tür. Meine Mutter war vom Einkaufen zurückgekommen und hatte natürlich mal wieder ihren Schlüssel vergessen. Als ich ihr aufmachte, viel mir auch auf, dass am Auto der Anhänger befestigt war. Meine Eltern hatten ihn mal günstig auf eBay ersteigert. (Wie ihr euch vielleicht schon denken könnt, ersteigern und versteigern meine Eltern auf eBay Gegenstände. Wobei im Moment der Schwerpunkt auf Versteigern liegt.) Und auf dem Anhänger befanden sich Holzbretter, Holzstangen und Schrauben. Ich als erfahrener „Baumeister“ checkte natürlich sofort, dass das der Bausatz für ein Möbelstück war, das ich dann wieder zusammenbauen „durfte“. So etwas musste immer ich machen, meine Mutter und meine Schwestern konnten natürlich gar nicht mit Bausätzen umgehen und mein Vater war viel zu beschäftigt für so etwas. Und mir machte das ja auch irgendwie Spaß. Aber was das für ein Möbel sein sollte, das konnte ich mir nicht im Geringsten vorstellen! Sehr ungewöhnlich.

Meine Mutter begrüßte mich und nachdem ich ihr ein wenig vom Tag erzählt hatte, bat sie mich, 3 blaue Pakete ins Zimmer meiner großen Schwester zu stellen. Ich schaute auf das Etikett und stellte fest, dass dort in großen blauen Buchstaben „IKEA“ stand. Noch mehr Möbel also.

Doch dann blinzelte ich verwundert und stellte fest, dass dort ja gar nicht IKEA stand. Was war nur mit meinen Augen los. Da stand nämlich „TENA“! Diesen Namen hatte ich noch nie gehört. Doch als ich das Etikett genauer anschaute konnte ich dort lesen: „Slip Maxi! Saugfähigkeit: 900 ml.“ Moment mal, „Saugfähigkeit?“ Dann waren das also Erwachsenenwindeln! Natürlich! Meine Eltern glaubten ja, meine große Schwester würden heimlich Windeln tragen, und wollten ihr eine Freude machen. Andererseits bedeutete dass, das von nun an auch Windeln im Haus waren, die mir perfekt passen würden! Selbstverständlich stellte ich daher in das Zimmer meiner Schwester nur zwei Packungen der Windeln und versteckte eine hinter meinem Kleiderschrank. Endlich hatte ich bekommen was ich wollte und musste dafür noch nicht mal meiner Mutter von meiner Windelliebe erzählen! Das war genial. Auf den Schrei meiner Schwester war ich gespannt, wenn sie merken würde, dass man ihr Windeln gekauft hatte.

Da rief meine Mutter meinen Namen. Ich lief die Treppe herunter und meine Mutter, die mehrere Kisten in der Hand hielt, sagte aufgeregt: „Trag das mal vor das Zimmer von Sara. Der Himmel zieht zu, ich glaube es gibt ein Gewitter. Und vergiss auch nicht die Bauteile für das Gitterbett“ Ein Gitterbett für meine große Schwester? Das waren doch mal großartige Nachrichten. Also trug ich gut gelaunt Kisten voll mit Kuscheltieren, Fläschchen und anderer Baby-Ausrüstung und schließlich die Bauteile von dem Babybettchen vor das Zimmer meiner großen Schwester. Das Heulen, was aus ihrem Zimmer zu vernehmen war, verstärkte meine gute Laune noch. Nur einen Schnuller konnte ich nirgends entdecken. Das war sehr schade, denn seit meinem Fund auf der Straße wünschte ich mir nichts mehr, als endlich mal einen Schnuller ausprobieren zu dürfen! Schließlich begann ich vor der Zimmertür meiner Schwester mit dem Zusammenbau des Gitterbettes, während der Regen auf das Dach trommelte.

Nach einigen Stunden war das Gitterbett endlich fertig aufgebaut und ich konnte mich nun meinen Windeln und meinen Hausaufgaben widmen. Meine Schwestern waren beide in den Garten gegangen. Sara war in den Garten gegangen und hatte Sonja, meine kleine Schwester, und ihre Kamera mitgenommen. Sara war „Hobbyfotografin“. Pah, was für eine Loserin. Der ihre Bilder sahen nicht gerade schön aus und waren auch echt langweilig, nur irgendwelche Landschaften, aber meine Mutter war jedes Mal begeistert. Das hatte ich noch nie verstanden. Aber heute war kein Tag zum Fotografieren, noch nicht mal langweilige Landschaftsfotos würden heute einigermaßen gut aussehen. Ich tippte eher darauf, dass Sara Sonja jetzt gerade von ihrem Schicksal berichtete und dass ich daran schuld wäre und sowieso an allem Schuld hätte und so weiter.

Egal. Jetzt war bei mir der große Moment gekommen. Zum ersten Mal nach so langer Zeit würde ich wieder eine Windel tragen, die mir gescheit passte. Da lag das Paket nun ungeöffnet vor mir. Voller Vorfreude öffnete ich es und eine Duftwolke strömte mir entgegen. Ein himmlischer Duft. So hatte ich mir den Geruch von Prinzessinnen vorgestellt. Ich nahm eine Windel aus der Packung. Sie war ganz weich und warm und viel schöner als die Moltex-Windeln in Größe 6. Nur die niedlichen Babymotive fehlten mir ein wenig. Vor allem aber war sie viel größer und angenehmer …

Jetzt gab es kein Halten mehr. Ich riss mir meine Hose und Unterhose herunter und zog die Windel blitzesschnell an. Das war wesentlich leichter als sonst. Im Gegenteil, die Windel war mir fast schon ein bisschen zu groß. Doch ich bekam die Windel nicht zu und dann sah ich auch, warum: ich hatte eine Erektion. Hatte mich die Windel irgendwie erregt?

Ich wartete also einige Zeit, bis die Erektion weg war und verschloss dann die Windel. Ein Wohlgefühl durchströmte mich. Einfach wunderbar. Ich war so in Gedanken versunken und dabei, das herrliche Gefühl zu genießen, dass ich noch nicht mal den hellen Blitz bemerkte, der an meinem Fenster vorbeizuckte.

Als ich dann vom Boden aufstand, um mich an die Hausaufgaben zu machen, machte mich etwas stutzig: Es regnete ja gar nicht mehr und zu donnern hatte es auch aufgehört. Und Blitz und Donner kamen ja stehts gemeinsam, wenn auch oft mit Zeitverschiebung. Aber ich hatte es schon seit einer Stunde nicht mehr donnern hören. Woher kam dann der Blitz? Egal, den musste ich mir wohl nur eingebildet haben.

Ich hatte wirklich schlechte Augen. Denn sonst hätte ich den scharfen Schatten bemerkt, der gerade eben an meinem Fenster vorbeirannte. Der Schatten von einem Mädchen, dass eine teure Kamera in der Hand hielt. Mit ausgefahrenem Blitzer.

Gerade wollte ich mit den Hausaufgaben beginnen, als mein Handy vibrierte. Auf dem Display stand „Sara“. Konnte die Zicke nicht einfach reinkommen, wenn sie mir etwas sagen wollte? Ich entschied mich, einfach die lautlos-Taste zu drücken und machte mich wieder an meine Mathehausaufgaben. 5332 mal 13, 342 + 4322, den Radius ermitteln und dann irgendeinen Kreis zeichnen und so weiter und so fort. Nachdem ich mit dem ganzen Blödsinn endlich fertig war (höchstwahrscheinlich war mal wieder der größte Teil falsch, aber auch egal), packte ich meinen Ranzen, putzte meine Zähne und legte mich schlafen. Die Windel wechselte ich mir nicht, weil ich noch nicht so viel gepinkelt hatte und diese Tena Slip Maxi Windeln ja angeblich bis zu 1000 ml absorbieren konnten. Hoffentlich war das wahr und keine typisches Werbeversprechen, dass nur Betrug war. Als neulich unser Kühlschrank kaputt gegangen ist, war die „Garantie“ genau seit 3 Tagen abgelaufen. Ein seltsamer „Zufall“.

Nach kurzer Zeit schlief ich schließlich erschöpft ein.

Dumm nur, dass ich mein Handy vorhin auf lautlos gestellt hatte. Sonst hätte es mich sicher lautstark aus dem Schlaf gerissen. Denn auf dem Bildschirm stand: „Sie haben 56 neue Whats-App Nachrichten.“

Nachrichten, die unbedingt hätten gelesen werden müssen.

Und fast alle hatten ein Foto als Anhang.

Anmerkung vom Autor: Bitter hinterlasst mir wieder euer Feedback und schreibt mir, wie euch dieser etwas längere Teil gefallen hat Lob und konstruktiver Kritik gegenüber bin ich jederzeit offen.

Eine Geschichte von: Jimket
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