Internat oder Irrenhaus – Teil 11

Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Schnell rannte ich.

Über Berge und durch Täler.

Alles war grün und dicht belaubt.

Ich kam auf eine Wiese.

Das Gras war recht kurz und hinter mir lief eine riesengroße Spinne aus dem Gebüsch.

Entsetzt drehte ich mich wieder um und rannte schneller als zuvor über die Wiese zur anderen Seite.

Doch die Spinne fing mich mit einem dicken Faden ein.

Ich fiel zu Boden und obwohl ich mich wehrte, konnte ich es nicht verhindern, dass die Spinne den seildicken Faden um meinen Körper wickelte und ich am Ende eng verschnürt auf dem Boden lag.

Entsetzt spürte ich einen dicken Faden, der sich um mein Gesicht wickelte, durch meinen Mund und die Zähne und sich dann festzog.

Wehrlos und stumm lag ich im Gras der Wiese und an den Seiten tauchten jetzt zwei riesengroße Spinnen auf.

Entsetzt erkannte ich die beiden Gesichter, Marias und das der Direktorin. Und Mama lachte dazu…


Heftig fuhr ich hoch. Mit wild klopfendem Herzen sah ich mich um und erkannte das Zimmer erst nicht.

Etwas hielt mich am Bett fest und panisch blickte ich nach links und nach rechts. Mein Gesicht rutschte halb unter den dicken Stoff der Kapuze, die meinen Hals und Kopf immer noch eng einhüllte.

Keine Spinne, weder links noch rechts.

Etwas beruhigt legte ich meinen Kopf wieder auf die Matratze und als ich überlegte, wo war denn mein Kopfkissen, fiel mir ein, was am Sonntag passiert war.

Nachdenklich fuhr ich mit der Zunge über den sehr großen Kirsch oder besser Birnenschnuller in meinem Mund und sah mich im Schein des Nachtlichts im Zimmer um. Über dem Wulst, den der Stoff der Kapuze rund um mein Gesicht bildete, erkannte ich das Bettgitter.

Außer dem Kopf konnte ich mich kaum bewegen.

Aber dann nahm ich eine Bewegung über mir wahr und schnell blickte ich an die Decke.

Überrascht und auch geschockt, sah ich auf das Bild an der Decke.

Es war aber kein Poster und auch keine Malerei, es war mein Spiegelbild.

Ein großer Deckenspiegel im Schlaf- oder Sonderzimmer einer Schule?

So etwas erwartete man doch in ganz anderen Etablissements!

Trotzdem war es für mich doch beruhigend, mich auf dem Bett zu sehen. Endlich konnte ich verstehen, was mich auf der Matratze festhielt.

Natürlich waren es die weißen Gurte, die ich am Abend schon gesehen hatte.

Heiße Wut ergriff mich.

Warum hatte ich mich nicht gewehrt?

Warum hatte ich Maria einfach machen lassen?

Es war doch viel Zeit vergangen, bis Maria den letzten Gurt um meinen Körper geschlossen hatte!

Klar, es war der Tee!

Bzw. das Beruhigungsmittel, das sie dort hineingemischt hatte.

Diese hinterlistige Kuh!!

„Scheiß Laden“, brüllte ich, immer noch mit dem dicken Schnuller in und der großen Mundplatte auf meinem Mund.

Heftig zog ich an den Gurten und versuchte mit aller Gewalt mich loszureißen.

Aber natürlich gaben die Gurte nicht nach.

Wütend brüllte ich eine Menge Schimpfworte und verfluchte das Internat und jeden einzelnen, dem ich bis jetzt begegnet war.

Schließlich ging die Tür auf und Maria betrat mein Schlafzimmer.

„Na, kleines Mädchen, kannst du nicht mehr schlafen“, fragte sie mich lächelnd und mit liebevoller Stimme, als sie langsam zu meinem Bett kam.

„Du blöde Kuh“, schrie ich, „mach mich sofort los!“

Der Schnuller und die Mundplatte erstickten meine Worte zu einem sinnlosen Gebabbel und Gehmpfe.

Unbeeindruckt streichelte Maria mir nun über den Kopf, als wolle sie ein trotziges Baby beruhigen.

Wütend riss ich meinen Kopf weg und wand  mich heftig in meinen Gurten.

Etwas enttäuscht zog Maria ihre Hand zurück und legte ihre Arme nun auf den Holm des Bettgitters.

„Und ich fand es übertrieben, dich für die erste Nacht festzuschnallen!“, stellte Maria fest.

„Aber so, wie du jetzt wieder ausrastest, werden wir die Gurte wohl viel länger brauchen, als es dir lieb sein wird!“

Maria sprach ganz ruhig und dabei lächelte sie nicht mehr.

Immer noch hatte sie die Arme auf das Bettgitter gelegt und schaute mir mit ernster Miene zu, wie ich mich zu befreien versuchte.

„Wenn du so weiter machst, werden wir deinen Kopf auch noch festschnallen müssen. Nicht, dass dir noch ein Blutgefäß platzt! Es ist ja alles vorbereitet.“

„Mach mich los, du blöde Kuh“, schrie ich erneut.

Einige Sekunden vergingen, während ich mich wand und Maria einfach zuschaute.

„Es ist doch schön, dass du den Schnuller im Mund hast. Oft sagen wir in unserer Wut Dinge, die wir später bereuen.“

Wieder verging Zeit, in der ich mich immer weniger heftig wand und gegen meine Fesseln kämpfte, während Maria einfach nur zuschaute.

Schließlich gab ich erschöpft auf.

Auf Marias Gesicht breitete sich ein warmes Lächeln aus.

Sie gab ihre Stellung auf, zog ein Tuch hervor und wischte mir den Schweiß vom Gesicht.

„Ich kann mir vorstellen, dass es nicht nur ungewohnt, sondern auch unbequem ist, die ganze Nacht so unbeweglich liegen bleiben zu müssen.

Es ist ja normal, dass der Mensch sich nachts mal von einer Seite auf die andere dreht.

Aber manchmal geht das eben nicht.

Stell dir mal vor, du hast ein Gipsbein.

Oder gar zwei.

Damit musst du dann auch durch den Tag.

Wenn du aber jetzt ruhig bleibst, dann kannst du morgen mit den Anderen ganz normal am Unterricht teilnehmen.

Wenn nicht, bleibst du vielleicht den ganzen Tag über hier liegen…“

Schwer atmend und verschwitzt lauschte ich Marias Worten und ein Schauer lief mir über den Rücken.

Wenn Maria oder ihre Vorgesetzten es guthießen, würde ich den ganzen Tag so verbringen?

Und die nächste Nacht dann auch?

Keine angenehme Vorstellung!

Was würde Mama wohl dazu sagen?

Würde sie so lachen, wie in meinem Alptraum?

„Übrigens, das hier ist keine Standartausstattung.

Natürlich sollt ihr nachts nicht durchs Haus laufen oder Mitternachtspartys feiern. Aber normal wird niemand so festgeschnallt.

In den ersten Tagen sind wir natürlich vorsichtiger und gehen lieber auf Nummer sicher. Und dein Ausraster von Samstag, da sind wir erst recht vorsichtig. Und das war ja nun auch besser so.“

Nachdenklich schaute sie mich an. Dann sagte sie zögernd:

„Vielleicht sollte ich deinen Kopf doch noch festschnallen.“

„Nein“, rief ich, „bitte nicht!“

„Dann musst du aber auch ruhig liegen bleiben. Wenn du den Kopf zu sehr oder zu heftig schüttelst, kannst du dich tatsächlich verletzen. Und eine Gehirnblutung braucht niemand. Das kann sogar tödlich enden!“

Sie seufzte.

„Na gut. Aber dann versprich mir, dass du ruhig hier liegen bleibst und nicht mehr herumzappelst. Versprich es bei deinem Löwen!“

Also versprach ich es „bei meinem Leo“.

Ob Maria mich wirklich verstand?

Ich hatte ja immer noch den großen Schnuller im Mund und war nach wie vor nicht in der Lage, laut oder gar deutlich zu sprechen.

Aber Maria schien zufrieden zu sein.

„Ach, ich bin viel zu gutmütig“, seufzte sie.

„Aber halte dich auch daran. Sonst wird Gott dich bestrafen!“

Ja, ja, dachte ich. Aber Maria hatte mich durchschaut. Sonst hätte sie mich nicht bei meinem Löwen schwören lassen.

Nun gähnte Maria.

„So Leonie, jetzt muss ich langsam auch wieder ins Bett. Ich würde dir ja gern noch etwas zu trinken anbieten, aber so flach, wie du jetzt liegst, kannst du dann nicht aufstoßen. Das wäre nicht gut.“

Sie legte mir mein Stofftier erneut an meinen Arm, wischte mir noch einmal den Schweiß vom Gesicht und wünschte mir wieder eine gute Nacht. Ohne eine weitere Ermahnung verließ sie das Zimmer und ich war wieder allein mit meinen Tieren.

Aber schlafen konnte ich jetzt nicht.

Jetzt, wo Maria weg war, war es doch ein sehr seltsames und verängstigendes Gefühl, ganz allein und dazu völlig wehrlos hier zu liegen.

Maria hatte nicht einmal abgeschlossen.

Jederzeit konnte irgendwer hereinspazieren und mit mir machen, was er wollte!

Allerdings war ich ja dick eingepackt. Und um mich ausziehen zu können, müsste man mich ja erst einmal losschnallen.

Aber wenn der Eindringling ein Messer hatte, sah das schon ganz anders aus. Und ich könnte nicht einmal schreien…

Ruhig Philipp, ganz ruhig, dachte ich mir und versuchte, wieder herunter zu kommen.

Ich dachte an das, was Maria erzählt hatte und dass die Schüler nachts nicht durchs Haus laufen sollten.

Das sollten sie in Lindenhof und Hogwarts auch nicht und taten es trotzdem.

Und das trotz der zum Teil sehr drakonischen Strafen im Zaubererinternat.

Aber ich hatte doch den Eindruck gewonnen, das hier auf effektivere Methoden gesetzt wurde, um die Schülerinnen nachts tatsächlich in ihren Betten zu halten.

Nachdenklich betrachtete ich mein Spiegelbild an der Decke über mir. Das waren wirklich eine ganze Menge Gurte, die sich um meinen Körper wanden und mich festhielten.

Allein an meinen Beinen zählte ich bereits vier Gurte, die sie am Bett festhielten und mich daran hinderten, meine Lage zu verändern.

Die ersten Gurte wanden sich um meine Fußgelenke.

Das nächste Paar befand sich direkt unterhalb meiner Knie und das dritte Paar direkt oberhalb davon.

Unterhalb meiner dicken Windeln hielt das letzte Paar Gurte meine Beine auf der Matratze fest.

Um meine Taille gab es einen sehr breiten Gurt. Damit waren weitere Gurte verbunden, die nicht nur meinen Körper am Bett festhielten, sondern auch meine Handgelenke.

Meine Hände waren nicht allein durch die Gurte an den Handgelenken am Bett fixiert.

An der Spitze der Fäustlinge gab es einen silbern blinkenden Ring, durch den ebenfalls je ein Gurt verlief und meine Hände zusätzlich am Bett festhielt.

Weitere Gurte wanden sich um meine Brust und um meine Schultern und verhinderten, dass ich mich aufsetzen konnte.

Diese Gurte waren ziemlich stramm und ich lag flach auf der Matratze.

Und ich hatte tatsächlich kein Kopfkissen.

Stattdessen entdeckte ich Gurte neben meinem Kopf.

Offenbar waren wirklich schon Gurte vorbereitet worden, um auch noch meinen Kopf festzuschnallen und ihn damit unbeweglich zu machen.

Ein Schauer durchlief meinen festgeschnallten Körper.

Wie wäre das wohl?

Wie würde es sich anfühlen?

Erneut machte sich mein kleiner Philipp bemerkbar und ich schämte mich ein bisschen, dass das Festgeschnalltsein und die Tatsache, dass ich hier praktisch gefesselt und geknebelt im Bett lag und Maria und ihren Kollegen vollkommen ausgeliefert war, dass das alles mich erregte und ich mir fast wünschte, Maria hätte ihre Drohung wahrgemacht und meinen Kopf doch festgeschnallt.

Ruhig testete ich meine Fesseln aus und ein kleines bisschen Bewegung ließen sie auch zu.

Doch dann kam ich immer an eine Grenze, die sich nicht überwinden ließ.

Aufsetzen, umdrehen, mich auf die Seite legen, nichts davon war möglich.

Ein wohliges Gefühl durchströmte meinen Körper und mir wurde ganz warm, als ich mich heftig  bewegte und immer wieder die Gurte spürte, die mich gnadenlos festhielten.

Meine Hände in den dicken Fäustlingen fast unbeweglich, dazu die dicken Windeln, die meine Hüften umklammerten.

Die Stoffe rieben über meine Haut.

Erneut durchlief ein Schauer meinen Körper und ich spürte, wie mir etwas in die Windeln lief.

Der große Schnuller in meinem Mund dämpfte mein Stöhnen und steigerte das wohlige Gefühl noch.

Dann war es vorbei. Und als ich verstand, was ich gerade getan hatte, schämte ich mich.

Ich war doch wirklich nicht mehr normal!


Den Rest der Nacht verbrachte ich, indem ich darüber nachgrübelte, was mich an der Situation so erregte.

Darüber schlief ich immer wieder ein, erwachte nach einiger Zeit und stellte fest, das alles doch kein Traum war und ich mich keineswegs daheim im Haus von Henning und Mama befand.

Stattdessen lag ich in einem fremden Haus in einem Gitterbett und war immer noch chancenlos festgeschnallt, durch den großen Schnuller geknebelt und ganz allein.


Es war noch dunkel draußen, als ich erwachte.

Eine fremde Frau stand an meinem Bett und schloss gerade den letzten Gurt um meinen Kopf.

Nun war er genauso bewegungslos festgeschnallt, wie der Rest meines Körpers.

„He, was soll das? Mach mich wieder los!“, rief ich laut.

Aber der Schnuller verwandelte wieder alles in unverständliches Gebrabbel und die Mundplatte dämpfte die Lautstärke erheblich.

„Ruhig, kleines Mädchen“, war die Antwort, die mit beruhigender Stimme vorgetragen wurde.

Als wolle sie ein kleines Kind beruhigen, fuhr sie fort.

Das sei doch nur die Morgenroutine und ich solle mich nicht wehren.

Wie erwartet oder befürchtet war ich ihr nun tatsächlich völlig wehrlos ausgeliefert.

Sie zog an dem Ring des Schnullers und mit einem Klick löste sich der Ring. Überrascht sah ich, dass daran ein kleiner Verschlußstopfen baumelte.

Am Bett festgeschnallt sah ich nun, dass die fremde Frau eine Spritze in der Hand hielt.

Die Spritze hatte keine Nadel.

Wirklich beruhigend fand ich das nicht, denn die Spritze enthielt eine durchsichtige Flüssigkeit.

Die Hand mit der Spritze näherte sich meinem Gesicht und ich konnte den Kopf nicht heben oder wegdrehen, als die Frau nun die Spritze in die Öffnung meines Schnullers steckte.

Der Schnuller steckte immer noch fest in meinem Mund und machte mich weiterhin vollkommen sprach- und wehrlos.

„Brav schlucken“, sagte die Frau mit beruhigender Stimme, “schön brav schlucken!“

Entsetzt stellte ich fest, dass die Flüssigkeit aus der Spritze durch den Schnuller in meinen Mund bzw. Hals tropfte.

Also schluckte ich die geschmacklose Flüssigkeit, ich hatte ja keine Wahl.

Was hatte sie mir eingeflößt, fragte ich mich.

Wofür sollte das Zeug gut sein?

War es wieder ein Beruhigungsmittel, damit ich mich beim Waschen und Anziehen nicht wehrte?

Sie sah wohl meinen verängstigten Blick, setzte den Stopfen mit dem Schnullerring wieder an seinen Platz in meinem Gesicht und sagte:

„Das ist, damit du ganz sauber wirst und deine Windeln nicht am Tage damit verschmutzt.“

Dann verließ sie den Raum und ich konnte ihr nicht nachsehen.

Mit nun auch festgeschnalltem Kopf konnte ich nur an die Decke und erst von da aus den Rest des Zimmers im Spiegel sehen.

Ich könne ruhig noch etwas schlafen, hatte die Frau gesagt, es sei noch Zeit bis zum Aufstehen.

Aus dem Schnuller tropfte hin und wieder ein Rest Flüssigkeit heraus und ich schluckte ihn gezwungenermaßen hinunter.

Nachdenklich betrachtete ich mich im Deckenspiegel, sah die weißen Gurte, die sich deutlich gegen das dunkelblau des dicken Overalls abhoben und mich nach wie vor am Bett festhielten.

Zwischen den Gurten und der kleinen Öffnung der Kapuze war mein Gesicht kaum zu sehen und wurde noch zusätzlich von der Mundplatte des Schnullers halb verdeckt.

Eine Geschichte von: Joe Miller
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8 Antworten zu “Internat oder Irrenhaus – Teil 11”

  1. Hi, ich finde die Geschichte leider nicht besonders gelungen da die einzelnen Handlungen doch sehr fiktiv und überspitzt sind. Du hattest aber sehr gute Ideen und ich würde mich freuen wenn die nächsten Teile etwas weniger extrem werden.

    1. Hallo LOLi,

      es tut mir leid, wenn Dir meine Geschichte nicht gefällt.

      Mir ist klar, dass man bei einer Veröffentlichung nicht nur positive Kritiken erhält.

      Andererseits macht auch der Ton die Musik und auch bei negativen Kritiken sollte man höflich oder doch wenigstens freundlich bleiben.

      Man kann auch so sein Nichtgefallen und die Gründe dafür deutlich machen.

      Zum anderen ist dies eine Geschichte, Unterhaltung für Erwachsene!

      Es ist kein Handbuch zur Kindererziehung, auch nicht für Internate im Ausland!

      Und niemand, der einen Krimi liest, hat vor einen Mord zu begehen!

      All die Bücher und Fernsehserien sind auch nur zur Unterhaltung der Leser und Zuschauer gedacht.

      Sie sollen keine Anleitung für Straftaten sein.

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