Internat oder Irrenhaus – Teil 16

4.4
(16)

Diese Geschichte ist frei erfunden und enthält möglicherweise sexuelle Inhalte!

Doch in der Küche war alles wie heute Morgen.

„Komm Leonie, hilf den anderen Mädchen mal!“

Hatte ich mich vor der Reaktion meiner Kameradinnen etwas gefürchtet, schmunzelten Katja und Carlotta nur mäßig und Sophie hatte keinen Grund zum Schmunzeln oder gar Lachen.

Sie trug ebenfalls einen gerüschten Body und darüber das gleiche Kinderkleid, allerdings in rosa.

Dazu watschelte sie in ihren dicken Windeln deutlich mehr als ich und ihre Miene verhieß Gewitter und heftigen Sturm.

Wir Mädchen machten einen Bogen um Sophie und hüteten uns sie anzusprechen.

Ruhig deckten wir nun den Tisch. Auf jeden Platz kam ein großer Teller, daneben eine Gabel. Oben rechts wurde eine Bechertasse hingestellt. Wieder waren wir sechs Leute, wir vier Mädchen und Maria und Tante Steffi.

Katja und Carlotta standen am Herd bzw. an der Küchenzeile und Sophie und ich stellten die Teller auf den Tisch. Maria zeigte uns, wie sie sich die Gedecke vorstellte und ich kannte es ja auch von zuhause.

Tante Steffi saß ein Stückchen von uns entfernt an dem großen Tisch und sah uns zu.

Während Sophie und ich durch die Küche watschelten, sah Katja immer wieder zu uns hin. Ich selbst ignorierte das und ließ mich auch vom Kichern nicht provozieren. Katja schien es nicht böse zu meinen und in unserem Outfit sahen Sophie und ich sicher auch sehr lustig aus. Jedes mal, wenn wir uns vorbeugten, schob sich der Rocksaum hoch und zeigte unsere dicken Popos in Windeln und mit Rüschen geschmückt. Wahrscheinlich hätte ich auch gekichert und es hätte ein lustiges Essen unter Teenagern sein können.

Aber Sophie fand das alles gar nicht lustig.

Schließlich baute sie sich vor Katja auf, so gut sie das in ihren dicken Windeln eben konnte, und fragte aggressiv:

„Hast du ein Problem?!“

Katja machte ein erschrockenes Gesicht und Maria ging sofort dazwischen:

„Sophie! Geh wieder an deine Arbeit!“

„Aber…“, setzte Sophie an.

„Sofort!“ sagte Maria streng und mit verkniffenem Gesicht fügte sich Sophie.

Und als Sophie wieder zum Tisch watschelte und Teelöffel verteilte, sagte Maria lächelnd:

„Die Katja ist bestimmt neidisch. Sicher möchte sie auch mal wieder ein so hübsches Kleidchen tragen. Natürlich mit allem Zubehör…“

Nun war Katja still. Sie konzentrierte sich auf ihre Arbeit und fand die Vorstellung, noch einmal so dick gewickelt wie ich oder gar Sophie durch die Küche watscheln zu müssen, wohl auch nicht erstrebenswert. Und unsere Windeln und Babykleidchen schützten Sophie und mich auch nicht vor der Hausarbeit. Maria erwartete, dass wir ganz normal unsere Pflichten erledigten, trotz der Behinderungen, die uns das Windelpaket bescherte.

Ein paar Minuten später saßen wir alle zusammen am Tisch. Aus der Schüssel verteilte Tante Steffi kleine Nudeln. Sie hatte den Platz gewechselt und saß jetzt direkt bei uns. Zu den Nudeln gab es kleingeschnittenes Hähnchenfleisch und in einer Extraschüssel Soße mit kleinen Früchten darin.

In unseren Bechertassen befand sich jetzt Fencheltee. Zucker bekamen wir diesmal nicht.

„Probiert ihn erst einmal so“, hatte Tante Steffi gesagt und er schmeckte auch gar nicht schlecht.

Sophie wollte natürlich kein Fleisch. Sie lehnte auch die Soße ab und Maria erlaubte ihr, sich aus dem Kühlschrank Ketchup oder eine andere Soße aus der Flasche zu holen.

Inzwischen vermischten wir anderen Fleischstückchen mit Soße und Nudeln auf unseren Tellern. Katja sah mir zu und sagte dann vorwitzig:

„Du siehst richtig süß aus in deinem Babykleidchen!“

Sie griff nach ihrem Teelöffel, tauchte ihn in das Essen auf meinem Teller und fragte neckisch:

„Soll ich dich füttern?“

„Katja!“, sagte ich leise zu ihr, während uns Maria interessiert zuschaute.

„Nein Katja, nicht. Denk doch an Sophie!“

„Ach“, erwiderte Katja leichthin, „ sie kann sich ja von Carlotta füttern lassen.“

Sophie war gerade erst wieder auf ihren Stuhl geklettert. Die Flasche aus dem Kühlschrank war noch ungeöffnet, zu unserem Glück.

Als Katja zu ihr herüberschaute, konnte ich gar nicht so schnell gucken, wie Sophie auf ihren Teller griff und eine handvoll Nudeln in Katjas Richtung schleuderte.

Da sie Katja direkt gegenüber saß, traf Sophie Katja auch. Die saß verdattert auf ihrem Stuhl und ich schwieg ganz erschrocken. Was würde jetzt passieren?

„Sophie!“ erscholl auch gleich Marias Stimme streng.

Und etwas gelassener fuhr Maria fort:

„Wir werfen nicht mit Essen, Sophie!“

Maria blickte in die Runde.

„Esst jetzt.“

Die angespannte Stimmung löste sich etwas und wir begannen Carlottas Beispiel zu folgen, die sich das ganze Schauspiel ruhig und ohne Kommentar angeschaut hatte und dabei schon kaute.

Verstohlen nahm Katja ein paar Nudeln von ihrer Kleidung und klaubte sich auch welche aus den Haaren. Da sie, wie wir alle Zöpfe trug, waren es nur wenige. Einige Nudeln lagen auch zwischen Sophie und Katja anklagend auf dem Tisch.

Und ein paar Nudeln schwammen auch in unseren Teetassen. Wir fischten sie vorsichtig mit der Gabel heraus.

Sophie durfte sich noch einen Nachschlag an Nudeln nehmen und niemand zog ihr die Menge, die sie Katja ins Gesicht geworfen hatte, von ihrer Ration ab.

Nach dem Hauptgang gab es noch Pudding.

Dann war das Essen zu Ende.

Beim Aufstehen fielen Katja und mir noch Nudeln von den Kleidern. Auch in den Rüschen an meinem Body versteckten sich ein paar. Maria überzeugte sich, dass dann alle fort waren, bzw. nun auf dem Boden lagen und jetzt mussten Carlotta und ich uns mit Tante Steffi ans andere Ende des Tisches setzen.

Von dort aus durften wir zuschauen, wie Sophie und Katja die Bescherung auffegten. Dazu mussten sie den Tisch abwischen und auch unter dem Tisch fegen und wischen. Maria ließ Sophie auch noch die Sitzflächen von den beiden Stühlen abwischen, auf denen Katja und ich gesessen hatten.

Währenddessen tranken wir anderen noch Tee und durften Apfelstückchen naschen.

Nach dem Essen führte Maria mich wieder in mein Zimmer.

„Normalerweise hättet ihr jetzt eine Stunde Mittagspause“, sagte sie, „da könntest du dein schönes Kleidchen noch weiter tragen. Aber du hast jetzt einen Termin. Und dafür musst du dich wieder umziehen.“

Also knöpfte Maria die Knöpfe des Kleidchens wieder auf und zog es mir an den Ärmeln nac vorn vom Körper.

„Du kannst jetzt wählen, Leonie. Du kannst diesen Body anbehalten oder den normalen Blusenbody anziehen.“

Doch ich hatte keine Lust mich noch weiter auszuziehen. Auch, weil Maria es nicht für nötig hielt, mich für den Termin neu zu wickeln, so wie sie es heute Vormittag getan hatte. Also griff ich lustlos nach dem dunklen Trägerrock, der immer noch auf meinem Bett lag und streifte ihn über meinen Kopf. Maria half mir, ihn richtig anzuziehen und als ich vor dem Spiegel stand, wusste ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte.

Das dicke Windelpaket beulte meinen Rock sowieso schon aus. Aber mit den Rüschen sah mein Popo noch dicker aus.

Ich hatte mir eigentlich nie viel Gedanken über mein Aussehen gemacht. Schließlich war ich ein Junge und wir Jungs hatten sowieso keine Zeit für solchen Weiberkram. Es gab zu viele Abenteuer zu erleben. Erst auf dem Bauernhof und danach in den Computer- und Videospielen.

Aber mit der einfachen Windel hatte ich mich doch viel wohler gefühlt.

Doch es half nichts. Maria ordnete noch meine Zöpfe, richtete die Schleifchen an den Zopfenden und dann ging es hinaus ins Schloß.

Wieder gingen wir durch die Gänge des Schlosses. Das heißt, Maria ging und ich watschelte neben ihr her. Die Erinnerung an das einfachere Laufen heute Vormittag war noch frisch und um so ärgerlicher fand ich jetzt die dicken Windeln, die ich im Augenblick trug.

Die dicken Windeln rieben bei jedem Schritt an meinen Oberschenkeln und drängten sich auch damit ständig in mein Bewusstsein.

An Marias Hand watschelte ich durch einen Flur, der mir sehr bekannt vorkam. Waren wir ihn nicht auch heute Vormittag schon gegangen? Doch dann bogen wir ab und gingen recht lange durch mir fremde Flure. Schließlich kamen wir an eine Treppe. Diese mussten wir mehrere Etagen hinauf. Dann ging es durch weitere Flure. Mal links, mal rechts herum, immer weiter.

Dann kamen wir durch Flure, die immer wieder durch Stufen unterbrochen waren. Meist war es nur eine Stufe, die wir hinauf oder hinunter mussten, es gab aber auch Absätze mit vier und einmal sogar fünf Stufen.

In den Fluren gab es kaum Möbelstücke und auch die wenigen Bilder an den Wänden zeigten sehr ähnliche Motive. Die Flure waren damit nicht kahl, aber keine Dekoration war einzigartig und damit Verwechselungen mit anderen Fluren sehr wahrscheinlich.

Schließlich traten wir durch eine Tür und ich fand uns in dem Flur vor dem Sprechzimmer von heute Vormittag wieder.

Maria lächelte mich an, aber ich kam mir schon verschaukelt vor. Offenbar hatte Maria mich über einen großen Umweg hierhin geführt. Die Windeln umklammerten meine Hüften und ziemlich breitbeinig stand ich neben Maria und ärgerte mich über Maria und den unnötig weiten Weg, den ich in meinen dicken Windeln hatte laufen müssen.

An meinen Oberschenkeln brannte es etwas, als hätte während des Laufens das dicke Windelpaket an meiner Haut gescheuert.

Maria ließ mich etwas verschnaufen, dann führte sie mich zu einer anderen Tür. Bevor Maria klopfen konnte, las ich das Schildchen neben der Tür und zuckte heftig zurück.

Auf dem Schild war zu lesen:

Dr. Steiner

Kinder und Jugendpsychiater

Was sollte das denn jetzt?

Was sollte ich denn beim Psychiater?

Ich hatte doch keinen an der Klatsche!

Doch Maria nahm mich fest an die Hand, klopfte und trat ins Zimmer. Etwas überrumpelt folgte ich Maria, die recht schnell ging und ich hatte genug damit zu tun, mit dem dicken Windelpaket nicht zu stolpern.

Dr. Steiner saß hinter einem Schreibtisch, stand aber jetzt auf.

„Ah. Maria, schön dass Sie schon da sind.“

Er wandte sich mir zu.

„Und du musst Leonie sein. Oder möchtest du hier lieber Philipp genannt werden?“

Er reichte mir seine Hand über den Schreibtisch und wir begrüßten uns. Ich sagte aber nichts.

Dr. Steiner blickte noch einmal in seine Unterlagen auf dem Schreibtisch, dann blickte er mich an und sagte:

„Du wunderst dich jetzt sicher, was du hier bei mir sollst, Philipp. Du kommst ja aus Deutschland und ich weiß, dass viele Menschen dort Vorbehalte haben und es nicht laut sagen, wenn sie bei einem Psychiater oder auch nur bei einem Psychologen in Behandlung sind. Trotzdem ist es wichtig, bei Menschen, die Drogen genommen haben, auch eine psychiatrische Beurteilung durchzuführen. Jede Art von Droge, auch Alkohol, greift in den Hirnstoffwechsel ein und kann dort gravierende Veränderungen bewirken und auch hinterlassen…“

In der Art ging es weiter, doch ich sah nicht, warum die Dinge, die er aufzählte, mich betreffen sollten. Papa hatte mir einmal erzählt, dass er seinen ersten Schnaps mit zwölf probiert hatte. Aber nur Einen. Und nicht etwa seit dem Einen täglich.

Sicher war ich mit vierzehn auch noch zu jung, um Whisky zu trinken. Aber es war ja eine Party gewesen. Leider auch eine mit Blackout, also Filmriss…

Nicht nur Mama, auch Maria und Dr. Steiner schienen die Filmchen zu kennen, die meine Freunde auf der Party gemacht und dummerweise gepostet hatten. Doch ich hatte seitdem keinen Zugang mehr zum Internet und kannte die Filme demzufolge nicht. Und dank meines Filmrisses konnte ich auch nicht sicher sein, was ich an dem Abend noch so gemacht und genommen hatte.

Inzwischen sprach Dr. Steiner nicht mehr ausschließlich zu mir. Auch Marias Worten konnte ich entnehmen, dass sie nicht nur über die Party, sondern auch über meinen Ausraster am Samstag mehr als ausreichend Bescheid wusste.

Während er mit Maria über mich sprach, betrachtete ich ihn.

Dr. Steiner war etwa Mitte dreißig, hatte schwarze Haare und sprach hochdeutsch fast ohne Schweizer Akzent.

Und trotzdem er Psychiater war und sehr ernst und nachdrücklich über die schädlichen Auswirkungen von Drogen sprach, fand ich ihn doch sympatisch.

Er hatte etwas Jungenhaftes an sich und ich fühlte mich an Papa erinnert. Auch Henning wirkte viel jünger, wenn er mit Lara herumalberte.

„Also, dann weiß ich jetzt genug“, sagte Dr. Steiner zu Maria, „ich würde mich aber noch gern ein paar Minuten mit Philipp unter vier Augen unterhalten.“

Er drehte sich zu mir um und auch Maria sah mich an.

Als Maria aufstand, guckte ich wohl sehr ängstlich aus der Wäsche. Sie kam zu mir, legte ihre Hand auf meine und sagte mir ins Ohr:

„Keine Angst, er wird dich schon nicht in die Zwangsjacke stecken.“

Sie machte eine kleine Pause und fuhr dann fort:

„Das ist schließlich mein Job…“

Maria lächelte mir aufmunternd zu, verabschiedete sich vom Arzt und ging.

Jetzt war ich mit Dr. Steiner allein.

Eine Geschichte von: Joe Miller
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3 Antworten zu “Internat oder Irrenhaus – Teil 16”

  1. Sehr geehrter Herr J. Miller
    Vielen Dank für die Tolle Vortsetzung der Geschichte. Es hat sehr spass gemacht die Geschichte zu lesen.
    Ich freue mich jetzt schon wieder sehr auf einen weiteren Teil der schönen und Spanenden Geschichte vom Ihnen. EsI nteresiert mich sehr wie es weiter geht mit der Verwandlung und vieleicht auch mit einer Strafe wegen der Mahlzeit die Rumgeworfen wurde.
    Auf jeden Fall Danke für die Tolle und Spannende Geschichte von Ihnen.
    Beste Grüsse aus der Schweiz von
    Matthias

  2. Guten Tag
    Vielen Herzlichen Dank für die Tolle Vortsetzung. Habe schon gedacht es geht nicht mehr weiter mit der Geschichte.
    Auch diesen Teil ist sehr spannend zu lesen Gewesen. Ich hoffe sehr das es bald weiter geht und wir Erfahren ob Er/Sie zum Windelmächen gemacht wird und ob es eine Strafe gibt wegen dem Essen das Rumgeworfen wurde.
    Auf jeden Fall Danke ich Dir für das Tolle Schreiben. Es macht spass Deine Geschichte zu lesen.
    Herzliche Grüsse vom
    Matzhias

  3. Hallo Joe Miller, wieder ein wunderschöner Teil. Soll Philipp jetzt komplett zu einen Mädchen verwandelt werden oder was soll er sonst bei einem Psychologen?

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